Werkzeuge für landwirtschaftliche Kooperationen

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Wieso ist die Beschäftigung mit dieser Frage wichtig?

In diesem Arbeitsfeld geht es darum zu klären, ob alle Beteiligten wissen, was ihnen gehört und welchen Wert es besitzt. Und ob sie sich über ihre persönliche Vermögenssituation im Zusammenhang mit der Unternehmung im Klaren sind (z.B. Eigenkapitalkonto). Hier geht es um ein Bewusstsein der Qualität dieser Werte, die so in der Bilanz oder in den Verträgen und Vereinbarungen nicht auftaucht. Sie haben einen wichtigen Einfluss auf die zukünftige Gestaltung der Unternehmung:

  1. Die langfristige Entwicklung der Eigenkapitalkonten
  2. Die Laufzeit und Fristigkeit der Pachtverträge
  3. Die Laufzeit und Kündigungsfristen bei Darlehen, Direktdarlehen, Genussrechten usw.
  4. Die Entwicklung und Verteilung des Inventarvermögens
  5. Die Bewertung der Kundenqualität und Absatzmärkte.

Diese Werte werden so in der Bilanz nicht sichtbar und kommen in aller Regel erst dann zu ihrer Wirkung, wenn es zu spät ist (Trennung einer Gemeinschaft). Die Sichtbarmachung dieser Werte ermöglicht eine strategische Planung der Zukunftsfähigkeit des Betriebes.

 

In welchen Situationen ist die Beschäftigung mit diesen Fragen besonders wichtig?

Bei einem Einstieg neuer Gesellschafter, zur Vorbereitung eines Generationenwechsel, zur Klärung der Altersversorgung, zur Vorbeugung von Krisenbewältigung und bei langjährigen Gesellschafterverhältnissen ist dieser Punkt besonders notwendig.

 

Wir empfehlen folgendes Vorgehen

  1. Tragen Sie alle Werte, die auf dem Hof vorhanden sind zusammen. Schreiben Sie diese „Werte“ zunächst ohne Bewertung auf. Alles darf genannt werden, groß oder klein, von großer und kleiner Bedeutung, wichtig und weniger wichtig.
  2. Versuchen Sie die Entwicklung dieser Werte aufzuzeigen, für je mehr Jahre dies möglich ist, desto besser.
  3. Fügen Sie aus dem Kapitel Verträge alle Laufzeiten und Kündigungsfristen mit ein.
    1. Flächenausstattung
    2. Gebäude
    3. Geldmittel
    4. Eigenkapitalkonten
    5. Pachtverträge
    6. Maschinen
    7. Tiere
    8. Sonstiges Inventar
    9. Markenwert, Wert der Absatzmärkte, ...
    10. Beteiligungen
    11. etc
  4. Gehen Sie diese Aufstellung gemeinsam durch und klären, ob ein gemeinsames Verständnis zu den einzelnen Punkten vorhanden ist. Evt. korrigieren und präzisieren.
  5. Führen Sie eine gemeinsame Einschätzung der Verhältnisse durch und besprechen evtl. notwendiges Reagieren, z.B:
    1. Viele Pachtverträge haben dieselbe Laufzeit und laufen zum gleichen Zeitpunkt ab
    2. Angenommen die Eigenkapitalkonten wachsen immer mehr an, was passiert, wenn einer aussteigt?
      1. Wo liegt dieses Eigenkapital?
      2. Ist es im Auseinandersetzungsfalle verfügbar?
      3. Was passiert mit der entstehenden Steuerlast?
    3. Die Umsätze in unserer Direktvermarktung nehmen langsam aber kontinuierlich zu, der Umsatz mit dem Großhandel nimmt kontinuierlich ab, gleichzeitig steigt der Anteil an Zukaufsware stark an.
      1. Haben Sie die steuerlichen Zukauf-Grenzen im Blick?
      2. Entwickeln Sie sich vom Produktionsbetrieb hin zu einem Handelsbetrieb?
      3. Ist diese Entwicklung gewollt oder eben so geworden?
    4. Die Gebäudesubstanz wird weniger?
      1. Wird die Substanz der Unternehmung aufgevespert?
      2. Sind Sie ein Auslaufbetrieb?
      3. Ist ein Investitionsstau gegeben?
      4. Ist ihr Gewinn zu niedrig?

 

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