Werkzeuge für landwirtschaftliche Kooperationen

Für bestehende Gemeinschaften

Nachdem Sie (z.B. mit dem Diagnosewerkzeug) festgestellt haben, dass Sie Ihre Zusammenarbeit klarer gestalten und verbessern möchten, empfehlen wir, sich auf einen gemeinsamen Veränderungsprozess zu vereinbaren. Dabei bewährt es sich, die von Ihnen ausgewählten Arbeitsfelder in einer sinnvollen Reihenfolge zu bearbeiten (wir empfehlen im Uhrzeigersinn unseres Überblicksblattes auf "home", oben beginnend).

Im Vorfeld der gemeinsamen Arbeit zu klärende und zu vereinbarende Punkte können sein:

  • Wer sollte, bzw. muss dabei sein?
  • Wie lange nehmen wir uns für die zu bearbeitenden Arbeitsbereiche vor? Mit welcher Intensität möchten wir daran arbeiten?
  • Was ist zum Rahmen dieser gemeinsamen Arbeit zu klären? Wo treffen wir uns, wann, Rhythmus unserer Treffen, wer ist für Dokumentation verantwortlich? Wir empfehlen, dafür einen eigenen Ordner anzulegen, in dem zu jedem Arbeitsfeld die Materialien abgelegt werden und jedem zugänglich sind. Dies kann auch ein digitaler Ordner sein.
  • Trauen wir uns zu, die wesentlichen Schritte ohne Begleitung von außen zu gehen? Oder ist es besser, gerade in angespannten Situationen, Hilfe von außen in Anspruch zu nehmen?
  • Was müssen wir zu Beginn unserer gemeinsamen Arbeit vereinbaren? Brauchen wir z.B. einen in gewisser Weise geschützten Raum, in dem wir persönliche Dinge nicht nach außen tragen? Also wem berichten wir darüber, wem nicht? Was müssen wir sonst noch miteinander vereinbaren?
  • Sollten wir „k.o-Kriterien“ definieren, die, falls sie eintreten, den Prozess bedrohen und unmittelbar besprochen werden müssen?
  • Möchten wir zu Beginn eine Art „Kontrakt“ über die oben genannten Punkte schließen, um mehr Verbindlichkeit zu schaffen?
    siehe → Arbeitsblatt
  • Achtung, einige dieser Methoden empfehlen wir nur für Teams, die spannungsarm zusammen arbeiten und dennoch ihre Teamkultur verbessern wollen. Sind größere Spannungen vorhanden, empfehlen wir, externe Begleitung in Anspruch zu nehmen. Spannungsarm definieren wir so:
    • die verbale Kommunikation ist nicht stark erschwert
    • das Mitgefühl für den andern ist noch vorhanden
    • es findet keine stärkere Koalitionenbildung im Team statt
    • wir haben noch Freude daran, uns gegenseitige auf persönliche Entwicklungsaufgaben hinzuweisen und das anzunehmen.
  • Sobald einer dieser Punkte beeinträchtigt ist, können diese Methoden aus unserer Erfahrung nicht mehr ohne Begleitung von außen angewendet werden.

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Prozessvereinbarung und Überblick

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