Werkzeuge für landwirtschaftliche Kooperationen

Information und Vertrauen

Wieso braucht es die Beschäftigung mit Information und Vertrauen?

Vertrauen ist ein Merkmal für die Güte einer Beziehung. Vertrauen ist zugleich eine ökonomische Größe. Mit Vertrauen zu arbeiten ist wirtschaftlicher und effizienter als ohne, spart Kraft, Zeit und Ressourcen. Vertrauen ist zunächst Vorschuss, es kann wachsen und schwinden, es darf nicht blind sein. Vertrauen wächst im Rhythmus von Vereinbarung und Rückblick auf das Geleistete. Vertrauen schwindet „von alleine“ wenn die Beziehung nicht gepflegt wird.

Die Kultur des Umgang mit Spannungen und Konflikten ist auch ein zentrales Thema, das Vertrauen auf- oder abbaut.

 

In welchen Situationen ist es besonders wichtig mit diesen Fragen zu beschäftigen?

Wenn das gegenseitige Vertrauen fehlt, liegt es in aller Regel an einer grundlegenden Unklarheit in einem der vorherigen Abschnitte. Der Verlust von Vertrauen ist ein schleichender Prozess, der oft lange nicht zu Tage tritt. Ebenso ist das Schaffen von Vertrauen ein Prozess, der von allen Beteiligten Durchhaltevermögen erfordert. Vertrauen entsteht durch gute Arbeitserledigung und Verbindlichkeit, aber auch durch die Schaffung von Transparenz gegenüber den anderen Verantwortlichen und durch die fruchtbare Bearbeitung wesentlicher Fragen der Arbeitsbereiche.

 

Wir empfehlen folgendes Vorgehen

Wie empfehlen, dass sich die Kooperationspartner gemeinsam, aber auch jeder für sich, mit den folgenden Fragen beschäftigen.

Haben alle Beteiligten die bisherige Arbeit an unserem Leitbild, unserer Strategie, unseren Aufgaben, den Fertigkeiten und Fähigkeiten, der Planung und Steuerung durchdrungen, verstanden und können die Ergebnisse diese Arbeit einem Dritten vorstellen?

Ist so viel gegenseitige Wahrnehmung entstanden, dass nun eine „Wärmequalität“ untereinander spürbar wird?

Wichtig für das Verständnis der Vertrauensbildung ist, dass Vertrauen unter anderem durch Transparenz entsteht, z.B auch durch eine gute Bilanz, die von allen verstanden wird.

An dieser Stelle kann in einer Gemeinschaft deutlich werden, dass die Wärmequalität und das Vertrauen nicht in der genügenden Qualität entstand, weil bisher die Vorarbeiten nicht tief genug gingen, zu schnell gingen und wiederholt werden müssen.

Im Vorblick auf den nächsten Schritt, bei dem es um Verträge geht, darf sich jeder Beteiligte fragen, ob er/sie so viel Vertrauen in die Sache und in die Beteiligten hat, dass er/sie sich durch Unterzeichnung eines Vertrages oder durch Zustimmung zu einem Jahresbudget der Unternehmung und der Gemeinschaft für die Zukunft verpflichten kann. Wenn nicht, was ist dafür noch zu tun? Was brauchen die Einzelnen noch?

 

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Foto: Bernhard Henkelmann

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