Werkzeuge für landwirtschaftliche Kooperationen

Begegnung und Teamentwicklung

Achtung, diese Methoden empfehlen wir nur in Teams, die spannungsarm zusammen arbeiten und dennoch ihre Teamkultur verbessern wollen. Sind größere Spannungen vorhanden, empfehlen wir, externe Begleitung in Anspruch zu nehmen. Spannungsarm definieren wir so:
  • die verbale Kommunikation ist nicht stark erschwert
  • das Mitgefühl für den andern ist noch vorhanden
  • es findet keine stärkere Koalitionenbildung im Team statt
  • wir haben noch Freude daran, uns gegenseitige auf persönliche Entwicklungsaufgaben hinzuweisen und das anzunehmen.
Sobald einer dieser Punkte beeinträchtigt ist, können diese Methoden aus unserer Erfahrung nicht mehr ohne Begleitung von außen angewendet werden.

 

Wieso ist die Beschäftigung mit diesen Fragen wichtig?

Regelmäßige Begegnung
Gelingende Gemeinschaften bedürfen der lebendigen persönlichen Begegnung. Es geht darum zu erfahren, was die Anderen beschäftigt, in groben Zügen was sie machen im gemeinsamen Projekt und wieso. Es sollte gelingen → zum Weiterlesen hier klicken

Echtes Interesse an der Andersartigkeit des Anderen und an der eigenen Entwicklung
Neben den vielen Vorteilen, die die Zusammenarbeit als Gemeinschaft mit sich bringt, kann sie insbesondere wegen befürchteten oder erfahrenen sozialen Problemen in der Zusammenarbeit schwierig sein. Denn möglicherweise → zum Weiterlesen hier klicken

 

In welchen Situationen ist die Beschäftigung mit diesen Fragen besonders wichtig?

Die Beschäftigung mit den Fragen der Begegnung und Teamentwicklung ist besonders wichtig zur Vorbeugung oder Verbesserung belastender Beziehungen im Unternehmerteam. Wichtig ist uns dabei: Wenn die Zusammenarbeit durch fehlende oder unklare Vereinbarungen belastet ist, und das kommt häufig vor, sollten diese Vereinbarungen in den vorigen Arbeitsfeldern (von Diagnose bis Ressourcen) zügig getroffen werden. In stark belasteten Beziehungen ist es jedoch sinnvoll, zuerst durch externe Begleitung die Zusammenarbeitsfähigkeit wieder herzustellen und dann die Arbeitsfelder nacheinander zu bearbeiten.

 

Wir empfehlen folgendes Vorgehen

Die Erfordernisse jeder Gemeinschaft sind bei dieser Thematik natürlich sehr verschieden. Zentral wichtig scheint uns aber die regelmäßige und fruchtbare Begegnung zu sein, deshalb möchten wir dazu näheres ausführen. Unter Ergänzungen finden Sie einige bewährte Methoden mit dem Fokus Team- und Persönlichkeitsentwicklung. Und nochmals: in sozial angespannten Situationen empfehlen wir, Begleitung von außen in Anspruch zu nehmen.

Rhythmus und Inhalte der Treffen
Es braucht eine verpflichtende Vereinbarung, regelmäßige Treffen abzuhalten. Es braucht einen festen, unumstößlichen Zeitraum, der für alle Beteiligten passt. Die Treffen gelingen auf Dauer am besten, wenn sie → zum Weiterlesen hier klicken

 

Ergänzungen und Erweiterungen

Es gibt viele Methoden und Ansätze für die Verbesserung der Teamkultur. Eine kleine Auswahl wollen wir an dieser Stelle vorstellen.

Das DISG-Modell
Diese Methode ist stark an der Tempramentenlehre der vier verschiedenen Charaktere (Choleriker, Sanguiniker, Melancholiker, Phlegmatiker) orientiert. Es kann helfen, Stärken und Schwächen der verschiedenen Charaktere zu beleuchten und das Verständnis füreinander sowie die Kommunikation zu verbessern. Es gibt für diese Methode professionelle Anbieter, im Netz finden sich aktuell auch Bögen zum freien Herunterladen. Z.B unter dem Suchbegriff „DISG Modell – 4 Persönlichkeitstypen“. Ansonsten ist diese Methode im Büchlein „Das neue 1x1 der Persönlichkeit“, von Lothar Seiwert und Friedbert Gay, GU Verlag, enthalten (12.90 €).
Wenn sich einer aus einer Gemeinschaft darauf vorbereitet, kann er/sie die anderen anleiten für eine gemeinsam durchgeführte Analyse mit anschließender Besprechung der Ergebnisse und Besprechung der Erkenntnisse und Konsequenzen daraus. Das ist hilfreich und macht Spaß, dies miteinander zu machen.

Systematische Reflexion
Diese Methode eignet sich einerseits zur Verbesserung der Gesprächskultur, andererseits für die Bearbeitung von leichten Konflikten (unter Anleitung). Es geht dabei zu lernen, der Wahrnehmung, die entstandenen Gefühle, die damit verbundenen Bedürfnisse und den Verbesserungsvorschläge nacheinander Raum zu geben anstatt diese zu vermischen und vor allem statt selbst den anderen zu interpretieren.
Hier geht´s zur Methode: … siehe → Arbeitsblätter

Rollen verhandeln
Diese Methode eignet sich dafür zu lernen, sich gegenseitig einerseits positive Rückmeldung zu geben, andererseits charmant aber deutlich zu spiegeln was man gerne anders hätte. Auch diese Methode muss von jemandem gut angeleitet und klar moderiert werden, kann aber insbesondere wenn sie in regelmäßigen Abständen wiederholt wird nachhaltig die Teamkultur verbessern.
Hier geht es zur Methode: … siehe → Arbeitsblätter

Umgang mit Bedürfnissen
Diese Abbildung unter „weitere Materialien“ verdeutlicht, wie eine Wahrnehmung einer Aktion im Team unbewusst mit unseren eigenen Bedürfnissen abgeglichen und bewertet wird. Um dann entweder zu Reaktion oder zu Rückzug mit Ärger, Wut oder Totstellen führt. Sie ist geeignet, im Team das eigene Verhalten zu reflektieren und nach verbesserten Handlungsmöglichkeiten zu suchen.
Hier geht’s zur Abbildung: … siehe → Arbeitsblätter

 

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begegnung und teamentwicklung
Foto: Anna Krygier

Begegnung und Teamentwicklung

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